Julius Schmidt

Wuppertal-Elberfeld, Германия
gestorben: 
17. März 1942 KZ Buchenwald
Opfergruppe: 
Beruf: 
Krankenpflegeschüler

DB Buchenwald

 

als BV eingeliefert, § 175

Julius Schmidt arbeitete  als Krankenpflegeschüler im städt. Krankenhaus in Velbert.

Er wurde am 27.6.1908 in Elberfeld (heute Wuppertal-Elberfeld) geboren, wurde nach Verbüßung von 2 Jahren Zuchthaus zunächst von der Kripo Wuppertal in Schutzhaft genommen, dann in´s KZ Sachsenhausen deportiert, danach in das KZ Neuengamme bei Hamburg, anschließend in das KZ Dachau bei München und von dort nach Buchenwald (Angaben J. Wenke)

 

http://www.gelsenzentrum.de/Wir_erinnern_an_Julius_Schmidt.pdf

Wir erinnern an Julius Schmidt
 
Julius Schmidt, geboren am 27. Juni 1908 in Elberfeld, heute Wuppertal, Krankenpfle
geschüler, zuletzt wohnhaft im städtischen Krankenhaus Velbert, Knickmeyerstraße
11 (heute: Günther-Weisenborn-Straße), Verhaftung 1938, Zuchthaushaft in Herford
und Remscheid, nach voller Verbüßung der Haft in sogen. Schutzhaft am 8.4.1940
durch die Kriminalpolizei Wuppertal, Deportation in das KZ Sachsenhausen, danach in
das KZ Neuengamme, am 10. Oktober 1940 in das KZ Dachau, am 5. Juli 1941
Deportation in das KZ Buchenwald, dort gestorben am 17. März 1942. Angebliche Todesursa
che: akute Herzschwäche.
Was wissen wir von ihm?
 
Julius Schmidt kam 1908 in Elberfeld als Sohn des Hausierers Julius Schmidt sen. (geb. in
Remscheid 1862, gestorben in Wuppertal 1943) und des Küchenmädchens Berta Schmidt,
geborene Block (geb. 1875 in Choyn-Buden, Kreis Strasburg in Westpreussen, gestorben
vor dem Ehemann; Ort nicht ermittelt) zur Welt. Die Eltern heirateten ein Jahr vor der Geburt
des Sohnes in Elberfeld, für den Vater war es die zweite Ehe.
Julius Schmidt wurde wie folgt beschrieben: Er war 1,62 Meter groß, hatte ein ovales Gesicht
mit braunen Augen und dunkelbraunen Haaren, eine niedrige Stirn, ein breites Kinn,
lückenhafte Zähne, große Ohren und keine besonderen Kennzeichen. Während er in Velberter
Meldedeunterlagen als Krankenpflegeschüler geführt wurde, bezeichnete man ihn im Zuchthaus
Remscheid-Lüttringhausen als Hilfsarbeiter.
Die Mutter hat sein schreckliches Ende nicht mehr miterleben müssen, jedoch Vater Julius
Schmidt senior. Als nächster Angehöriger seines Sohnes wurde er in einem erhaltenen Dokument aus dem KZ Buchenwald mit Wohnort in Wuppertal-Barmen in der Adolf-Hitler-Str. 528 B vermerkt. Ob die Eltern von Julius Schmidt weitere Kinder hatten, ist ungewiß. Von Schmidt persönlich existiert heute nur noch eine Unterschrift mit Geburtsdatum, die er auf einem Schriftstück hinterließ, mit dem er im KZ Buchenwald registriert wurde.
Julius Schmidt wurde von der nationalsozialistischen Justiz als Homosexueller
-verfolgt. Zunächst wurde er am 11. April 1938 in Vorbeugungshaft (an anderer Stelle
heißt es U-Haft) genommen, am 8. August 1938 wurde er vom Landgericht
-Wuppertal nach dem von den Nationalsozialisten im Jahr 1935 verschärften § 175 verurteilt:

 

 

 
Quellenhinweis: 

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