Interaktives Gedenkbuch

Ein Denkmal der Namen für Wuppertal - www.gedenkbuch-wuppertal.de

Gedenktafel-Enthüllung und Präsentation des interaktiven und
digitalen Gedenkbuchs für die NS-Opfer aus Wuppertal

Einladung zur Mitarbeit

Während das Schicksal der Wuppertaler Juden, der ermordeten Angehörigen der Arbeiterbewegung und des kirchlichen Widerstands weitgehend erforscht ist, gibt es über die (vergessenen) Opfergruppen wie z.B. die Roma und Sinti, die Zeugen Jehovas, die als „Asoziale", „Arbeitsscheue" oder „Berufsverbrecher" ins KZ verschleppte Gefangene, die "Euthanasie"-Opfer, Homosexuelle, Deserteure und ZwangsarbeiterInnen kaum verlässliche und öffentlich zugängliche Informationen.Das wollen wir mit dem Gedenkbuch ändern.

Unsere Einladung richtet sich zum einen an die Familienangehörigen der Wuppertaler NS-Opfer. Helfen Sie uns, den Lebensgeschichten ihrer Angehörigen eine würdige Form zugeben. Gleichzeitig bitten wir die verschiedenen engagierten Einzelpersonen, Vereine, Kirchen und Verbände, LehrerInnen und DozentInnen, StudentInnen und SchülerInnen um Mithilfe bei der Recherche und bei der Formulierung der einzelnen Biographien. Glücklicherweise haben seit vielen Jahren engagierte Bürger und Verbände den Kontakt zu den Wuppertaler NS-Opfern und ihren Familien in aller Welt gehalten. Es sind dabei über die Jahre vielfältige historische Materialien, Briefwechsel, Fotos und Filme entstanden.

Wir möchten dazu einladen, Ihr Wissen, Ihre Recherchen, Ihre Fotos und Erinnerungen an die
Wuppertaler NS-Opfer mit uns und der Öffentlichkeit zu teilen. Das Gedenkbuch wird interaktiv
sein und wartet auf Ihre Biographien,auf Dokumente, Briefe und Fotos.

Kontakt: info [at] wuppertaler-widerstand [dot] de

Bei Facebook : https://www.facebook.com/denkmal.wuppertal

 

 

News:

Broschüre “Vergessene Orte” 2. erweiterte Auflage erscheint…

Wir sind sehr erfreut, dass wir pünktlich zur Sommersaison eine erweiterte und korrigierte Broschüre vorlegen können. Diesmal haben wir uns geographisch u.a. auch den „vergessenen Orten“ an der Samba-Trasse, am Arrenberg und im Zooviertel angenommen.

Eine Trassentour auf den Spuren der NS-Zeit in Wuppertal
Die Broschüre stellen wir am Sonntag, den 5. Juni 2016 auf einer Fahrradtour vor. Treffpunkt ist 14:00 Uhr am ehemaligen Bahnhof Burgholz auf der Samba-Trasse.

Die Broschüre zum Anschauen gibt es hier: https://issuu.com/akvergesseneorte/docs/vergessene_orte_trassentour_2

Ab Sonntag werden wir die Broschüre auch in Papierform verteilen können.
Seit der 1. Auflage der Broschüre im Dezember 2014 finden sich erfreulicherweise ein paar neue Gedenktafeln und Erinnerungsorte im Stadtbild. Insbesondere die eindrucksvolle Einweihung der großen Gedenktafel am ehemaligen Durchgangslager am Giebel, die wir im letzten Jahr gemeinsam mit ehemaligen niederländischen Zwangsarbeitern aus Roermond und Helden-Panningen und der Jugendwerkstatt Alpha e.V. durchführen konnten, hat uns sehr berührt.
Auch die Einweihung des Rita und Izchok Gerszt Parks ist trotz mancher Widerstände geglückt und wir versuchen dort mittelfristig einen Erinnerungsort für jüdische WiderstandskämpferInnen zu etablieren.
Seit nunmehr 17 Jahren organisiert unser Geschichtsverein mit dem etwas umständlichen Namen Gedenkfeiern, Zeitzeugenveranstaltungen, Geschichtsprojekte und vieles mehr. Wir haben Bücher veröffentlicht, zuletzt zum Wenzelnberg- und Burgholz-Massaker und wir haben uns eingemischt, z.B. in öffentliche Geschichtsdebatten oder mit einem neu geschaffenen Denkmal der Namen im Deweerthschen Garten.
Und wir streiten weiter für eine angemessene Würdigung aller NS-Opfer (Gruppen) im öffentlichen Raum und gleichzeitig für eine Täterforschung, die nach 71 Jahren endlich für eine kritische Polizeigeschichte in Wuppertal sorgt.
Wir sind daher sehr erfreut, dass die Bethe-Stiftung, die bereits 2011 unser Wuppertaler Gedenkbuch-Projekt (gedenkbuch-wuppertal.de) und das Besuchsprogramm für NS-Opfer unterstützt hat, sich bereiterklärt hat unsere Geschichtsarbeit mit einer Spendenverdopplungsaktion zu unterstützen.
Also, jede Spende, die wir einwerben können oder im Sammeltopf landet, wird verdoppelt und hilft uns bei der Finanzierung weiterer Projekte!
Wir haben noch viel vor, z.B. die Schaffung eines Erinnerungsortes für jüdische WiderstandskämpferInnen aus Wuppertal oder die Organisation einer Gedenkreise zum 75. Jahrestag des Synagogen-Massakers in Bialystok, das u.a. Wuppertaler Polizisten zu verantworten haben. Für den November 2016 planen wir zudem eine kleine Ausstellung zu den Wuppertaler Spanienkämpfern.

Die Spendenaktion läuft insgesamt 3 Monate. Spendenquittungen fürs Finanzamt können ausgestellt werden.
Kontoinhaber: Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.
Kontoverbindung: DE31 3305 0000 0000 9718 53 Stichwort: Befreiungsfest
BIC: WUPSDE33XXX Stadtsparkasse Wuppertal

Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.
www.wuppertaler-widerstand.de
www.gedenkbuch-wuppertal.de


"Erinnern heißt handeln!"
15. April 2016 ab 16:30 Uhr im Zelt am Deweerthschen Garten

71. Jahrestag der Befreiung Wuppertals
Gedenkfeier und Befreiungsfest mit Angehörigen der Wuppertaler NS-Verfolgten
Konzert u.a. mit:
Esther Bejarano und Microphone Mafia
Dirk Hespers & Erik "Fotler" Schellhorn (Widerstandslieder)
Roswitha Dasch und Katharina Müther (Jiddische Lieder)

15:00 Uhr Einweihung des "Rita und Izchok Gerzst Parks" an der Josefstraße mit Angehörigen der Famile Gerzst und Musik von Roswitha Dasch und Katharina Müther

Gedenkfeier und Befreiungskonzert
im Zelt im Deweerthschen Garten

16:30 Uhr Begrüßung
Kaffeetrinken im Zelt am Deweerthschen Garten
Auftritt der Showgruppe "Kalinka" des deutsch-russischen Kulturzentrums Applaus e.V.
17:00 Uhr
Begrüßung durch Oberbürgermeister Andreas Mucke

Beiträge:
Dieter Nelles, Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal.
Klara Tuchscherer, AG Kinder des Widerstandes in der VVN-BdA
Ludmila Gutina, Applaus e.V.
Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde (angefragt)
Dré Hanssen, Helden-Panningen NL (angefragt)
Angehörige und FreundInnen der belgischen Widerstandsgruppe De Swarte Hand (angefragt)

Gedenken

Befreiungsfest mit:
Dirk Hespers & Erik "Fotler" Schellhorn (Widerstandslieder)
Roswitha Dasch und Katharina Müther (Jiddische Lieder)
Esther Bejarano und Microphone Mafia

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In letzter Minute. Nationalsozialistische Endphaseverbrechen im Bergischen Land
Lieselotte Bhatia • Stephan Stracke

Buchvorstellungen:

Donnerstag 5. November 2015, 19:00 Uhr CityKirche Wuppertal-Elberfeld, Kirchplatz 2 In letzter Minute. Nationalsozialistische Endphaseverbrechen im Bergischen Land Buchvorstellung mit allen AutorInnen und Angehörigen der NS-Opfer

 

Samstag 7. November 2015, 15:00 Uhr Café Nordbahntrasse/Wicked Woods (Bahnhof Wichlinghausen) Buchvorstellung mit dem Schwerpunkt Burgholz-Massaker: Abschluss des Memory Mapping-Projekts „Von Wichlinghausen ins Burgholz - Vom Leben und Sterben der ZwangsarbeiterInnen in Wuppertal“ in Zusammenarbeit mit der Jugendwerkstatt Alpha e.V.

 

Anfang November 2015 erscheint der 14. Band unserer Buchreihe "Verfolgung und Widerstand". „In letzter Minute“ heißt dieser Band, der 70 Jahre nach Kriegsende über die nationalsozialistischen Endphaseverbrechen in unserer Region berichten will. Noch „In letzter Minute“ tötete ein Heckenschütze am Tag der Befreiung Wuppertals einen amerikanischen Soldaten in der Nähe des Berliner Platzes. Der Name des amerikanischen Soldaten, der so tragisch den Tod in Wuppertal fand, ist nicht bekannt. Wenig bekannt sind auch die Tötungen von deutschen Soldaten, die ebenfalls noch im letzten Moment, bevor der Frieden ausbrach, als Deserteure verhaftet und auf Erbslöh ihr Leben verloren. Im Mittelpunkt des Buches und unserer Veranstaltungen stehen die Massaker im Burgholz und am Wenzelnberg.

Burgholz

Ende Februar 1945 erschoss ein Hinrichtungskommando aus Gestapo-und Kriminalbeamten 30 sowjetische ZwangsarbeiterInnen im Burgholz. Im ersten Beitrag berichtet Lieselotte Bhatia, Jahrgang 1939, Tochter des Kriminalsekretärs Wilhelm Ober, über ihre ganz persönliche Recherche über die Hintergründe des Burgholz-Massakers. Wilhelm Ober war bei der Wuppertaler Kriminalpolizei tätig und war an den Erschießungen im Burgholz in Wuppertal beteiligt. Er wurde 1948 von einem britischen Gericht zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er u.a. im Kriegsverbrechergefängnis Werl verbüßte.

Lieselotte Bhatia erfuhr erst nach dem Tod ihres Vaters von den NS-Verbrechen ihres Vaters. Sie fand in seinem Nachlass die Verteidigungsunterlagen des Burgholz-Prozesses. Sie stellte Fragen, auch an ihre Mutter, und begann als Kind eines NS-Täters eine ganz persönliche Spurensuche. Frau Bhatia wollte alles wissen, sie recherchierte, trat öffentlich auf und engagierte sich seither in der historisch-politischen Bildungsarbeit. Zusammen mit anderen GeschichtsaktivistInnen stritt sie für die Entschädigung aller ZwangssarbeiterInnen und beteiligte sich seit 2001 an der Organisation von Besuchsprogrammen für ehemalige ZwangsarbeiterInnen. Zusammen mit Stephan Stracke versucht sie zurzeit das Rätsel der leeren Gruben im Burgholz zu klären und hat die Dortmunder Staatsanwaltschaft aufgefordert, nach weiteren Massengräbern im Burgholz zu suchen. Noch im September recherchierte sie u.a. in the National Archives in London nach möglichen weiteren Verbrechen im Burgholz.

Wenzelnberg

Am Wenzelnberg wurden 71 Gefangene aus dem Zuchthaus Lüttringhausen, aus dem Gefängnis Wuppertal-Bendahl und aus dem Polizeigefängnis Wuppertal von Angehörigen der Gestapo, Kripo und der Schutzpolizei ermordet. Stephan Stracke rekonstruiert an Hand neuer Archivfunde und aktualisierter Fragestellungen die Ereignisse um das Massaker an der Wenzelnbergschlucht, fragt nach dem Ausbleiben der Strafverfolgung und informiert über die Lebensgeschichten der (vergessenen) Opfer und Täter.

Bei der Recherche gab es handfeste Überraschungen. So wird zum ersten Mal die Geschichte der skandalösen Strafvermeidung erzählt, keiner der Täter vom Wenzelnberg wurde jemals bestraft. Auch der Lebens- und Fluchtweg des angeblichen Haupttäters Theodor Goeke konnte erhellt werden. Darüber hinaus wird über den Zuchthausdirektor Karl Engelhardt zu diskutieren sein, der politische Gefangene vor der Tötung am Wenzelnberg schützte und gleichzeitige andere sog. „kriminelle, aber auch politische Gefangene dem Mordkommando der Wuppertaler und Solinger Polizei auslieferte. Engelhardt wurde zudem 1957 wegen der Führung „schwarzer Kassen“ und anderer Betrügereien im Zuchthaus Lüttringhausen aus dem Amt entfernt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Zudem soll die umkämpfte Geschichte der Wenzelnberg-Gedenkfeier thematisiert werden.

Peter Fey schließlich hat ein Lebensbild seines am Wenzelnberg ermordeten Großonkels Adolf Führer beigesteuert. Sein „Verbrechen“: Er hatte in einem Interview mit einer niederländischen Zeitung über die menschenverachtenden Zustände in deutschen Konzentrationslagern berichtet. Er wurde verhaftet und vom Volksgerichtshof wegen sog. Volksverrates zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Adolf Führer habe, so das Gericht, sich der »Schädigung des Ansehens des Deutschen Volkes« schuldig gemacht.

Historisch-politische Bildungsarbeit

Darüber hinaus soll das Buch auch für die historisch-politische Bildungsarbeit nutzbar sein. Wir haben einige wichtige Dokumente zu den Massakern zusammengestellt und mit kleinen Arbeitsaufträgen versehen, die wir ausdrücklich als Diskussionsanregung verstehen. Insgesamt soll dieses Buch auch eine Anregung für Geschichtsinteressierte, GeschichtsaktivistInnen und HistorikerInnen sein, in neuen Projekten vor Ort zu graben und z.B. die Geschichte(n) der NS-Täter aus Polizei und Justiz und die Strukturen der regionalen Polizeibehörden, Gefängnisse und Zuchthäuser zu erforschen. Und wir wünschen uns, dass diese Erkenntnisse auch in eine lebendige Gedenk- und Erinnerungsarbeit einfließen werden.

Das Buch gibt´s dann auch im gutsortierten Buchhandel:

Bhatia, Lieselotte / Stracke, Stephan: In letzter Minute – Nationalsozialistische Endphaseverbrechen im Bergischen Land Bildungsmaterial zur Wuppertaler Polizei- und Widerstandsgeschichte Bd. 1.

De Noantri Verlag ISBN: 978-3-943643-03-9

320 Seiten 18,00 €
Buchbestellungen: buchbestellung [at] wuppertaler-widerstand [dot] de

 

Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V. (www.gedenkbuch-wuppertal.de) in Zusammenarbeit mit der CityKirche Wuppertal-Elberfeld

 

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung NRW, Siegfried u. Christa Wirtz Stiftung, Stadtsparkasse Langenfeld, Stadtsparkasse Remscheid, Stadtsparkasse Solingen, Stadtsparkasse Wuppertal, Stiftung Kalkwerke Oetelshofen.

Das Projekt “Memory Mapping” wird aus dem Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Oberbarmen / Wichlinghausen, durch das Bund-Länder Programm „Soziale Stadt NRW“, mit Mitteln der Städtebauförderung durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW und durch das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

 

 

"Damit bin ich nicht einverstanden" – die Résistance-Kämpferin Melanie Volle-Berger im Zeitzeugengespräch"

25. Juni 2015 19:00 Uhr Citykirche Wuppertal-Elberfeld

https://www.facebook.com/events/1437008433271871/

Zu Gast aus Wuppertals Partnerstadt St. Etienne ist die österreichisch-französische Widerstandskämpferin Mélanie Volle-Berger.
Sie wurde am 8. Oktober 1921 in Wien geboren. Politisch sozialisiert in der Arbeiterbewegung beteiligte sie sich mit 15 Jahren an der illegalen Arbeit und schloss sich der antistalinistischen Organisation „Revolutionäre Kommunisten“ (RK) an. Im März 1938 emigrierte sie nach Belgien und später nach Frankreich, wo sie die Widerstandsarbeit für die RK fortsetzte. Im Januar 1942 wird sie verhaftet und am 16. September vom Militärtribunal Toulouse wegen "kommunistischer und anarchistischer Aktivität" zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach wird sie in das Frauengefängnis "Baumettes" in Marseille überstellt. Im Gefängnis erkrankt sie an Gelbsucht und muss in ein Krankenhaus verlegt werden. Dort kann sie in einer spektakulären Aktion von einem Kommando der RK befreit werden, dass sich als Nazifunktionäre verkleidet hatte.
Die Befreite setzt ihr Engagement in der Résistance nun mit falschen Papieren und unter wechselnden Namen fort. Mélanie Volle-Berger lebt heute, 93 jährig, von Österreich und Frankreich als Widerstandskämpferin hochgeehrt, in St. Etienne und widmet sich der Erinnerungsarbeit.

VeranstalterInnen:

Freundeskreis Wuppertal - St. Etienne

Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.

Regionalbüro Arbeit und Leben DGB/VHS Berg-Mark

Jusos Wuppertal

NaturFreunde Wuppertal

in Zusammenarbeit mit der Citykirche Wuppertal-Elberfeld

Mit Unterstützung der EVZ

 

17. April 2015 Befreiungsfest - 70. Jahrestag der Befreiung Wuppertals vom Nationalsozialismus

Am 16/17. April 1945 befreiten Soldaten der US-Army Wuppertal von der Nazi-Herrschaft. Seit 2005 erinnern wir in Wuppertal an diesen Befreiungstag mit großen und kleinen Gedenkfeiern, Stadtrundgängen und Buchlesungen. Zum 70. Jahrestag der Befreiung möchten wir zusammen mit den Überlebenden und den Angehörigen der NS-Opfer  im Deweerthschen Garten eine würdige Gedenkfeier und ein lebendiges  Befreiungsfest feiern.  Ein wichtiger Teil der Gedenkfeier wird die Aufstellung einer ergänzten und korrigierten Gedenktafel mit den Namen von jetzt  3.436 Wuppertaler NS-Opfern sein.          
Wir erwarten - soweit es die Gesundheit noch zulässt - ehemalige ZwangsarbeiterInnen aus Roermond, Helden-Panningen und Kiew, Angehörige der Wuppertaler Sinti-Familien, ehemalige WiderstandskämpferInnen und NS-Verfolgte aus dem In- und Ausland, Veteranen der Roten Armee und natürlich die Angehörigen der NS-Opfer .   
Darüber hinaus werden wir im Beisein von ehemaligen Zwangsarbeitern ein Erinnerungszeichen an die über Hundert gestorbenen ZwangsarbeiterInnen im Durchgangslager Giebel einweihen. Das Lager “Am Giebel“ war eines von 50 landesweiten Durchgangslagern, über die ZwangsarbeiterInnen in verschiedene Bezirke verteilt wurden. Mehr als 125.000 Menschen wurden allein über das Lager Giebel zur Zwangsarbeit in die Region weiterverteilt.
 
ab 17:00 Uhr Befreiungsfest im Zelt im Deweerthschen Garten
Gedenkfeier vor dem Denkmal der NS-Opfer
 
Begrüßung
 
Doğan Akhanli, Schriftsteller (Köln) zum Thema: Geteilte Erinnerung
 
 
Grußwort von Uli Klan, Armin T. Wegner Gesellschaft
 
Musik: Uli Klan
 
Grußworte von alevitischen und kurdischen VertreterInnen
 
Musik: Gypsy Trio Koblenz ft. Wattie Rosenberg
 
Grußworte von Angehörigen und Verbänden der NS-Opfer
 
Eingeladen sind:
 
- Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal
- Angehörige der Wuppertaler Sinti-Familie Paßquali
- Delegation aus Roermond (NL)
- Delegation aus Helden-Panningen (NL)
- Delegation des Mémorial de la Résistance et de la Déportation aus Saint-Etienne (F)
- David Wihl,Gary Wihl  Familie Barmé-Wihl (USA)
- Jacques Altman, Resistancekämpfer u. Auschwitz-Überlebender (Paris)
- Delegation der Zwangsarbeiterkinder aus Kiew
- Kinder des Widerstandes bzw. VVN-BdA
- Vertreter der Veteranen der Roten Armee
 
 



Einweihung der erweiterten Gedenktafel 
 
Musikprogramm:

Gypsy Trio Koblenz ft. Wattie Rosenberg
 
Börsen Beat Band
 

Mehmet Akbas

 
 
 

Einladung zur Gedenkreise nach Scheveningen / NL 8.März 2015

8. März 2015 15:00 Uhr Gedenkveranstaltung für den jüdischen Wuppertaler Widerstandskämpfer Richard Barmé und für die anderen Opfer der Massenerschiessung in der Waalsdorpervlakte.

Wir haben uns mit den Angehörigen von Richard Barmé, die extra aus den USA anreisen und mit der Familie des Widerstandskämpfers JacobWillem Adriaan Stuyver
zusammengetan, um eine kleine private Gedenkfeier an der Erschiessungsstelle durchzuführen.


Die Hintergründe:

Die Waalsdorpervlakte ist eine Senke im Dünengebiet des Naturschutzgebietes Meijendel nördlich von Den Haag. Die Waalsdorpervlakte gilt als eine der wichtigsten Gedächtnisstätten des Zweiten Weltkriegs in den Niederlanden. Während des Zweiten Weltkriegs und der Besatzung durch die Wehrmacht diente die Waalsdorpervlakte den Deutschen als Hinrichtungsstätte von niederländischen Widerstandskämpfern. Über 250 Widerständler – die genaue Zahl ist unbekannt –, die im nahegelegenen Gefängnis Oranjehotel einsaßen, wurden hier exekutiert; die erste Hinrichtung war am 3. März 1941. Manche Hinrichtungen wurden als Vergeltungsmaßnahme vollstreckt; andere Opfer gehörten zu Widerstandsgruppen wie De Geuzen, der Communistischen Partij van Nederland (CPN), dem Ordedienst und der Oranjegarde oder waren Mitarbeiter der Untergrund-Zeitungen Trouw und Vrij Nederland.
Allein am 8. März 1945 wurden hier 38 willkürlich ausgewählte Gefangene aus dem Gefängnis Oranjehotel als Vergeltungsmaßnahme nach einem Attentat auf den Höheren SS- und Polizeiführer (HSSPF) Hanns Rauter ermordet. Die Leichen der Hingerichteten wurden auch in den Dünen verscharrt; nach Kriegsende wurden die sterblichen Überreste geborgen, aber bis heute sind noch nicht alle Toten gefunden.

Richard Barmé

Richard Barmé

Unter den Opfern vom 8. März 1945  war auch Richard Barmé. Richard Barmé, Jahrgang 1924, stammt aus einer jüdischen Familie aus Wuppertal-Küllenhahn. Die Familie flüchtete 1937 in die Niederlande. Nachdem die Deutsche Wehrmacht am 10. Mai 1940 auch die Niederlande überfiel, gerieten die Barmés in große Gefahr.

Rita Barmé engagierte sich im Widerstand  und hilft jüdischen Underduikern. Bei dem Versuch eine jüdische Familie in die Schweiz zu bringen, wurde sie im Zug in der Nähe von Roosendaal verhaftet und am 10. Dezember 1942 nach Westerbork gebracht.  Von dort aus wurde sie nur wenige Tage später in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Richard Barmé beschließt im Juli 1942, gerade 18 Jahre alt, sich den niederländischen Streitkräften in England anzuschließen. Er verlässt die Niederlande und gelangt in die Schweiz, wo er zeitweise von den Schweizer Behörden interniert wird, aber auch ein niederländischen Internat besucht. Im Oktober 1943 geht die Reise weiter, mit zwei Freunden schlägt er sich quer durch Europa nach Gibraltar durch, wo er dann eine Schiffspassage nach England erhält.      

Am 16. März 1944 erreicht er endlich England. Er meldet sich bei beim Bureau Bijzondere Opdrachten und absolviert eine Ausbildung zum Fallschirmspringer und Funker. In der Nacht von 1. auf den 2. November 1944 springt er mit einem Sonderauftrag über Holland ab, Er schliesst sich einer Kampfgruppe (KP) in Rotterdam an, und beginnt seine geheime Sendetätigkeit. Am 2. Februar 1945 wird sein Sender aber in Rotterdam-Hillegersberg durch die deutsche Abwehr angepeilt und Barmé verhaftet.

Er wird im Gefängnis Oranjehotel in Scheveningen festgehalten und ausführlich verhört. Für einen Prozess fehlt den Deutschen die Zeit, Richard Barmé wird am 8. März 1945 aus dem Gefängnis geholt und mit 37 anderen Widerstandskämpfern als Geisel in der Waalsdorpervlakte erschossen.

Nach der Befreiung der Niederlande wird Richard Barmé von der niederländischen und britischen Regierung für seinen Widerstandskampf hoch dekoriert.

Seine sterblichen Überreste liegen nunmehr auf dem Ehrenfriedhof in Loenen.


 

“Vergessene Orte” – Spendenaufruf für eine neue Auflage.

24.01.2015 11:56

Pünktlich zur Eröffnung der Nordbahntrasse im Dezember legte der Wuppertaler “Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal” eine neue Geschichtsbroschüre vor.

In der reichbebilderten, kostenlos verteilten Schrift wird eine Trassentour auf den Spuren der NS-Zeit in Wuppertal dokumentiert. Themen sind u.a. das Zwangsarbeiter-Durchgangslager des Wuppertaler Arbeitsamtes am Giebel, die Zwangsarbeiter-Kinderbaracke der Firma Kolb & Co., die Hintergründe des Burgholz-Massakers und das Sammellager für Wuppertaler Sinti und Roma am Klingholzberg, sowie die Untertageproduktion im Schee-Tunnel.
“Jetzt ist die 1. Auflage der Broschüre fast vergriffen”, freut sich Dieter Nelles, Vorsitzender des Geschichtsverein und ruft im Rahmen der bis zum 8. Februar 2015 laufenden Spendenverdopplungsaktion der Bethe-Stiftung zu Spenden für eine neue Auflage der Broschüre auf.
Noch gibt es einige Exemplare, u.a. im Mirker Bahnhof, im Tacheles am Loher Bahnhof und im Kulturbahnhof Vohwinkel.
Kostenlos herunterladen kann man die Broschüre unter: http://rebellisches-wuppertal.de/files/vergessene_orte_trassentour.pdf

Spenden werden bis zum 8. Februar 2015 von der Bethe-Stiftung verdoppelt!
Kontoinhaber: Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.
Kontoverbindung: DE31330500000000971853 Stichwort: Erinnerungsarbeit
BIC: WUPSDE33XXX Stadtsparkasse Wuppertal

 

“Erinnerung heißt handeln!” (Esther Bejarano)

70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz – Holocaust-Gedenktag in Wuppertal 2015 – Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus.

Begegnung mit der Partisanin Fania Branzowskaja (Vilnius, Litauen)

27.1.2015 19:30 Uhr Citykirche Wuppertal-Elberfeld

Das nächste Projekt des Geschichtsvereins startet am 27.1.2015 zum Wuppertaler Holocaust-Gedenktag. Dann kommt auf Einladung des Vereins die ehemalige Partisanin Fania Branzowskaja aus Litauen nach Wuppertal.

Musikalische Umrahmung mit Roswitha Dasch und Katharina Müther – Die Moderation übernehmen Roswitha Dasch und WIR-gegen das Vergessen

Fania Branzowskaja ist eine der letzten noch lebenden Zeug_innen der Shoah in Litauen. Sie war 19 Jahre alt und wollte Lehrerin werden, als die Wehrmacht am 22. Juni 1941 in ihre Heimatstadt Vilnius einfiel, das auf Jiddisch Wilne heißt und bis dahin als „Jerusalem des Nordens“ galt.
Sie wurde Zeugin von Pogromen, der Errichtung der beiden Ghettos und fortlaufenden „Aktionen“, in deren Folge die Deutschen zehntausende jüdische Männer, Frauen und Kinder im nahen Paneriai (jiddisch: Ponar) durch litauische Kollaborateure erschießen ließen.
Unter dem Eindruck der Verbrechen schloss sich Fania Branzowskaja1942 der jüdischen Widerstandsgruppe Fareinikte Partisaner Organisatzije (F.P.O) an. Sie agitierte für diese, „organisierte“ Lebensmittel und half, Waffen ins Ghetto zu schmuggeln, nachdem die FPO-Führung entschieden hatte, einen Aufstand vorzubereiten. Als Mobilisierungsparole wurde „Liza ruft!“ vereinbart, eine Reminiszenz an Liza Magun, eine Meldegängerin der FPO, die die Deutschen erschossen hatten.
Als die Deutschen am 23. September 1943 begannen, auch das sog. große Ghetto zu liquidieren, ließ die Leitung der F.P.O den Aufstandsplan fallen, um kein Blutbad auszulösen, und wies ihre Mitglieder an, sich zu den Partisan_innen durchzuschlagen, die in den großen Waldgebieten östlich und südlich von Vilnius operierten. Fania Branzowskaja entkam in letzter Minute zusammen mit ihrer Kameradin Doba Develtof. Ihre Eltern und ihre kleine Schwester musste sie zurücklassen – diese wurden von den Deutschen verschleppt und später ermordet.
Bei den Partisan_innen erlernte Fania Branzowskaja den Umgang mit Schusswaffen und Sprengstoff und führte verschiedene Sabotagemissionen aus. Im Juli 1944 beteiligte sie sich mit ihrer Einheit an der Befreiung von Vilnius durch die Rote Armee.
Fania Branzowskaja, geborene Jocheles, war die einzige ihrer Familie, die die Shoah überlebt hatte. Sie heiratete Mikhail Branzowski, an dessen Seite sie gekämpft hatte, und engagierte sich beim Wiederaufbau Litauens unter sowjetischer Führung. Nach dem Tod ihres Mannes 1985 und dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde ihr das Gedenken an die Shoah und den Widerstand gegen die deutschen Besatzer zur Lebensaufgabe.
Heute ist Fania Branzowskaja 92 Jahre alt und lebt in einer kleinen Hochhauswohnung. Sie hat zwei Töchter, von denen eine nach Israel ausgewandert ist. Dreimal in der Woche betreut sie die Bibliothek des Jiddischen Instituts der Universität in Vilnius. Drei weitere Tage engagiert sie sich im Zentrum der Jüdischen Gemeinde.

Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.
In Kooperation mit dem Verein „Mizwa – Zeit zu handeln“ und der Citykirche Wuppertal-Elberfeld.

Gefördert von: Stiftung EVZ, Barmenia Versicherungen, KNIPEX, Stadtsparkasse Wuppertal und WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH

 

 
Happy Birthday Nordbahntrasse!!!
 
Die Trassentour-Broschüre zu den "Vergessenen Orten" ist fertig.
 
 
Die Broschüre in Papier gibts zur Nordbahntrassseneröffnung am Freitag mittag.
 
Es ist endlich soweit. Wir feiern die lang ersehnte Eröffnung der Nordbahntrasse.
Die ausgebaute Trasse wird uns neue Perspektiven auf Wuppertal eröffnen – auch für die Geschichtsarbeit.
2015 begehen wir den 70. Jahrestag der Befreiung Wuppertals von der Naziherrschaft und wollen auch diesmal der NS-Opfer würdig gedenken. Mit dem neuen Geschichtsprojekt „Vergessene Orte“ möchten wir gleichzeitig unbekannte und vernachlässigte Orte der NS-Geschichte markieren und lokale Geschichten der Verfolgung und des Widerstands erzählen.
 
Zur Eröffnung präsentieren wir erstmals eine auf die Nordbahntrasse
bezogene Fahrradtour auf den Spuren der NS-Zeit in Wuppertal. Die
(kostenlose) Verteilung der Broschüre und ihre Verbreitung im Internet
sollen Startschuss für ein innovatives Geschichtsprojekt sein.

 

Gedenkfeier zum Burgholz-Massaker: http://www.cronenberger-woche.de/nachricht/2014/03/19/burgholz-massaker-...

Stolpersteinverlegung: http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2014_0129_Wu...

 

27.1.2014 Vohwinkel: Rundgang gegen Antisemitismus


Rund 100 Personen haben sich am Montagabend (27. Januar 2014) an einem Rundgang der „Antifaschistischen Initiative Wuppertal“ beteiligt. Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus' setzten sie dabei „ein deutliches und friedliches Zeichen gegen Antisemitismus und Fremdenhass“, so die Polizei. Die Initiative hatte im Vorfeld kritisiert, dass ein Wuppertaler Neonazi in Vohwinkel Räume unter dem Vorwand angemietet hat, dort eine „Reinigungsfirma“ zu betreiben. In Wirklichkeit sei es ein neuer Treffpunkt der rechten Szene. (Wuppertaler Rundschau)

 

Stolperstein für Karl Paul Paetzel:

http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2012_1114_Wu...

Stolperstein für Paul Wülfrath

http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2013_1213_WZ...

Stolperstein für Ernst und Berta Wahl:

http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2013_0717_Wu...

Neue Stolpersteine:

http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2013_Elberfe...

http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2012_Elberfe...

http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2012_NordWes...

http://www.stolpersteine-wuppertal.de/cms/upload/PDF_Presse/2012_Elberfe...

 

Erster Stolperstein für homosexuelles  NS-Opfer:

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/elberfeld-mitte-w...

Gedenkveranstaltung 20. Juli 2011

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/nazi-herrschaft-erinnerung-a...

Wuppertals Spanienkämpfer:

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/von-wuppertalern-die-auszoge...
http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/von-wuppertalern-die-auszoge...

Rede von OB Jung

http://vimeo.com/26760838

Enthüllung der Gedenktafel

http://vimeo.com/26763262

http://www.facebook.com/media/​set/?set=a.248559251839561.751​34.100000564657239&l=fae43a9bd​f&type=1



http://youtube.com/watch?v=slO​tyNeaTII

http://www.neues-deutschland.de/artikel/199881.den-namen-zurueckgeben.html

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/barmen/wuppertal-...

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/elberfeld-mitte-w...

Gedenkbuch Wuppertal

Gedenkbuch Wuppertal

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Stolperstein“: Gedenken an Familie Plaut

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/elberfeld-mitte-w...

Von Sibylle Lietz

An das jüdische Ehepaar Dr. Theodor und Elli Plaut erinnert die Aktion „Stolpersteine“ Am Forsthof 21.
Bewegende Momente der Erinnerung: Zum Gedenken an das Ehepaar Dr.Theodor und Elli Plaut versammelten sich an der ehemaligen Familienadresse Am Forsthof 21 jetzt Dr. Ute Otten, Yoav Alon, Jimena Klemp, Manfred Brusten, Uri Alon und Gabriele Mahnert. (v.l.n.r.).
Bewegende Momente der Erinnerung: Zum Gedenken an das Ehepaar Dr.Theodor und Elli Plaut versammelten sich an der ehemaligen Familienadresse Am Forsthof 21 jetzt Dr. Ute Otten, Yoav Alon, Jimena Klemp, Manfred Brusten, Uri Alon und Gabriele Mahnert. (v.l.n.r.). Uwe Schinkel

Bewegende Momente der Erinnerung: Zum Gedenken an das Ehepaar Dr.Theodor und Elli Plaut versammelten sich an der ehemaligen Familienadresse Am Forsthof 21 jetzt Dr. Ute Otten, Yoav Alon, Jimena Klemp, Manfred Brusten, Uri Alon und Gabriele Mahnert. (v.l.n.r.).

Elberfeld. Eine ganze Gruppe hat sich Am Forsthof 21 versammelt, um mit der Verlegung der Stolpersteine an das jüdische Ehepaar Dr. Theodor Plaut und Elli Plaut zu erinnern.

Die Urenkel der Familie, Yoav Alon und Uri Alon, reisten zu diesem Anlass aus Israel nach Wuppertal. Sie trugen ein Gedicht von Else Lasker-Schüler vor und gedachten nicht nur ihrer Verwandten, sondern auch des Schicksals vieler Opfer.

Bedeutsame ehemalige Adresse: Am Forsthof 21

Der Weg des jüdischen Ehepaares zeigt die Tragik der Verfolgung durch das Nazi-Regime, denn am 15. November 1938 wählten Dr. Theodor Plaut und seine Ehefrau Elli den Freitod, um den Nazis zu entgehen.

Schon die Adresse Am Forsthof 21 ist für die Verfolgung der Juden in Wuppertal ein besonderer Ort: Das Haus war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz von Elli und Gustav Katzenstein und wurde ab 1938 ein Ort der Nazis, um Wuppertaler Juden vor ihrer Flucht oder Deportation zusammenzuferchen. Dr. Theodor Plaut, wurde am 1834 in Karlowy Vary (Böhmen) geboren. Er studierte Medizin und war als Arzt in Berlin, Gießen und Zürich tätig. Bis zur Machtübernahme der Nazis war er politisch tätig und engagierte sich als Mitglied der im Frankfurter Ärztlichen Verein und im Verein sozialistischer Ärzte. Als Mitglied der SPD wurde er 1928 in die Frankfurter Stadtverordneten Versammlung gewählt und war Mitglied im großen Rat der Frankfurter Universität. Mit der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde er verhaftet und aus allen Ämtern vertrieben. Gemeinsam mit seiner ersten Frau Meta gelang ihm die Flucht in die USA. Diese schwer erkrankt, wünschte sich in Frankfurt begraben zu werden und so kehrten die Eheleute nach Deutschland zurück, wo Meta 1934 starb.

Plaut lernte in Wuppertal Elli Katzenstein kennen. Ihr verstorbener Mann Gustav war bis zu seinem Tod 1930 Inhaber einer Wuppertaler Kleiderfabrik an der Hofaue 46. Nach seinem Tod wurde Elli Katzenstein Mitinhaberin, aber im November 1938 wurde die Firma „arisiert“ und die Witwe verlor alles. Am 19. Oktober 1938 heirateten Dr. Theodor Plaut und Elli Katzenstein. Nach vergeblichen Versuchen, sich in Wuppertal oder Hamburg vor der Gestapo zu verstecken, wählten die Eheleute am 15. November 1938 den gemeinsamen Freitod und wurden auf dem jüdischen Friedhof Weinberg in Elberfeld begraben.

Als der Halifax-Bomber am Nöllenberg abstürzte

Von Julia Trilling und Manuel Praest

Historiker haben die Geschichte rekonstruiert.
Die Besatzung des Halifax-Bombers auf einer Aufnahme des französischen Veteranenvereins.
Die Besatzung des Halifax-Bombers auf einer Aufnahme des französischen Veteranenvereins. privat, Bild 1 von 2

Die Besatzung des Halifax-Bombers auf einer Aufnahme des französischen Veteranenvereins.

Beyenburg. „Vor uns lag das schwarze Deutschland. Überall waren Einschläge von Bomben und Granaten zu sehen. Ein anderes Flugzeug fing Feuer und stürzte ab.“ Archivberichte der Besatzung wie dieser haben dazu beigetragen, dass das in der Nacht vom 18. auf den 19. März 1945 am Nöllenberg abgestürzte Flugzeug identifiziert und die Absturzursache geklärt werden konnte. Helmut Grau und Sven Polkläser haben monatelang recherchiert und ihre Ergebnisse jetzt im Pfarrheim der Klosterkirche eindrucksvoll präsentiert.

2012 gefundene Streubombe gab den Anlass zur Forschung

Dabei lag die Geschichte des Absturzes lange im Dunkeln. Eher durch Zufall kamen Grau und Polkläser auf die Spur: Im Oktober 2012 hatte ein Spaziergänger eine Streubombe in einem Waldstück in Beyenburg entdeckt – und anschließend den explosiven Fund im Auto quer durch die Stadt zum Polizeipräsidium gefahren. „Wohl als Reaktion darauf hat uns später dann ein Beyenburger kontaktiert und von dem Flugzeugabsturz im März ’45 berichtet“, erzählt Grau im Gespräch mit der WZ. Der Heiligenhauser vermutet, dass auch die Streubombe aus dem Flugzeug stammt.

An insgesamt drei Fundstellen am Nöllenberg wurden Grau und Polkläser fündig und entdeckten kleine Überreste eines Bombers. Dass es sich dabei um einen Halifax, dem wichtigsten Bomber der Royal Air Force handelt, war zu dem Zeitpunkt nicht bekannt. Erst aufgefundene MG-Patronen gaben die nötigen Hinweise.

Einige dieser Kleinteile von der Fundstelle waren in jahrzehntelangem Besitz von Hugo Hilbert. Er war 13 Jahre alt, als die Maschine über dem Nöllenberg abstürzte. „Sie kam aus Nordosten und flog 500 bis 1000 Meter über uns – plötzlich gab es einen Knall, sie brannte und flog auseinander“, erinnert er sich. Anschließend sei er in den Rumpf geklettert und habe Munition, drei Konnektoren und zwei Druckschalter, mit der Bomben aus dem Flieger ausgelöst werden können, geborgen. Eigentlich sollte die Maschine, das weiß man heute, über Witten Bomben abwerfen, wurde dann aber abgeschossen. Hilbert erinnert sich auch, dass sich Jahre später eine Französin nach der Absturzstelle erkundigt hat.

Der einzige Überlebende des Absturzes starb später in Laos

Die Vermutung, dass sich eine französische Besatzung in der Maschine befand, bestätigten jetzt die Historiker. „Das war etwas Besonderes, bei der Royal Air Force gab es nur zwei rein französische Bomberstaffeln“, hat Polkläser herausgefunden. Allerdings starben sechs der sieben Männer beim Absturz und wurden in Beyenburg beerdigt.

Veranstaltung

Herbert Grau und Sven Polkläser sind ehrenamtllich für das Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) tätig. Das Mysterium, für dessen Auflösung die beiden Archäologen gesorgt haben, stieß dabei auf großes Interesse: Unter den knapp 50 Zuhörern im vollbesetzten Saal waren auch Zeitzeugen dabei, die den Absturz mit eigenen Augen gesehen haben.

„Später wurden sie dann nach Grenoble umgebettet“, weiß Polkläser. Überlebt habe den Absturz nur der Funker Rene Reynaud. Ruth-Ellen Barzel hat seinen Fallschirmsprung damals verfolgt: „Er ist im Garten heruntergekommen und wurde direkt danach festgenommen.“

Später gab Reynaud zu Protokoll, dass er alle wichtigen Instrumente aus dem Flieger habe vernichten können. Eine Aussage, die von den am Freitag anwesenden Zuhörern allerdings stark angezweifelt wurde: Die Fundstücke mit den eingravierten Ziffern der Maschine sprächen eine andere Sprache. Auch Polkläser vermutet, dass der Franzose, der weit ab von der Absturzstelle landete, vor der Verhaftung kaum die Zeit gehabt hätte, um noch einmal zur Maschine zurückkehren zu können. Das weitere Schicksal von Reynaud war indes tragisch. Den Zweiten Weltkrieg hatte er zwar überlebt, am 19. Dezember 1951 fiel der damals 29-Jährige im Indochina-Krieg in Laos.

Magda Widicz 8.4.1943 in

Magda Widicz

8.4.1943 in Birkenau geboren
17.9.1943 in Auschwitz gestorben.

Friedel Langmann

Friedel Langmann

Geburtsdatum:
28.05.1914

Geburtsort:
Barmen

Todesdatum:
17.01.1945

Sterbeort:
Dora

Haftnummer:
22603

Emil Hoffmann geb. 10.12.1919

Emil Hoffmann geb. 10.12.1919 in Kondringen Freiburg geboren, im KZ gestorben.

Lehmann, Selma, geb.

Lehmann, Selma, geb. Bernheim
Geboren am 31.01.1856 in Elberfeld
verwitwet

Gestorben (Todesursache unbekannt) am 23.11.1938 in München (29. Cheshwan 5699)

Heirat:
Heirat am 09.06.1884 in Eyb, BA Ansbach mit Jakob Lehmann, Kaufmann, geboren am 01.07.1854 in Egenham, Kr. Uffenheim, gestorben am 31.05.1916

Kind(er):
Johann Gabriel, geboren am 29.05.1885 in München
Siegfried Fritz, geboren am 17.07.1888 in München
Carl, geboren am 02.03.1890 in München
Adolf, geboren am 24.01.1894 in München

Zuzug nach München:
Zugezogen am 30.05.1887

Adressen in München:
Isartorplatz 4/I (seit 20.05.1897)
Elisabethstraße 25/0 (seit 01.03.1933)

Selma Lehmann starb am 17.11.1938 in ihrer Wohnung, Todesursache (lt. Sterbeurkunde): Altersschwäche.

Sohn Hans Gabriel emigrierte im April 1936 nach New York, er starb im Juni 1974 in New York.

Familiengrab Lehmann: Ehemann Jakob, Selma u. Sohn Fritz; Neuer Isr. Friedhof, Sektion 3, Reihe 1, Platz 1 (Kalkstein, Metallplatte, Ziersäulen)

Rezension zum Buch

Buchvorstellung: Stephan Stracke: Die Wuppertaler Gewerkschaftsp

5. Juli 2012
19:30 Uhr in der neuen Geschäftsstelle von Verdi und DGB Hoeftstrasse 4 / Bahnhof Wuppertal-Steinbeck

mit Angehörigen der WiderstandskämpferInnen aus Wuppertal, Amsterdam, Voorburg und
Hoorn:

- Marianne Hecht-Wieber (Wuppertal), VVN-BdA und Tochter von Emil Löhde
- Sinja Alma (Hoorn, Niederlande), Tochter von Aleida Lie Heijnen (Wuppertal-Komitee)
- Peter Alma (Amsterdam, Niederlande), Sohn von Aleida Lie Heijnen (Wuppertal-Komitee)
- Ans Samama-Polak (Voorburg, Niederlande), Tochter des jüdischen Widerstandskämpfers und Philosophen Leo Polak

Veranstalter: Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.

weitere Informationen
www.gedenkbuch-wuppertal.de
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Das Buch:
Stracke, Stephan: Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse. Gewerkschaftlicher Widerstand und internationale Solidarität
Bremen, De Noantri Verlag 2012 546 Seiten 29,80 €
ISBN 978-3-943643-00-8

ab nächste Woche im Buchhandel oder Buchbestellung: bei denoantri [at] web [dot] de

Die Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse

Im Herbst 1934 war es der KPD im Großraum Wuppertal gelungen, in einem organisierten überbetrieblichen Rahmen, gemeinsam mit Sozialdemokraten und Parteilosen, 48 betriebliche Widerstandsgruppen aufzubauen, die direkt in fabrikinterne Auseinandersetzungen eingriffen, die eigene Zeitungen herstellten und Kurzstreiks auslösten. In Velbert wurde sogar der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) unter Beteiligung von sozialdemokratischen DMV-Funktionären wieder gegründet.
Zu Jahresbeginn 1935 startete die Gestapo eine beispiellose Verhaftungsoperation. Von 1935 bis 1937 wurden im Großraum Wuppertal insgesamt mehr als 1.900 Menschen verhaftet und 649 Personen von ihnen in den sog. Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Teil zu mehrjährigen Haftstrafen
verurteilt.17 Aktivisten verloren ihr Leben während der polizeilichen Voruntersuchung. Mit Ewald Funke starb einer der Hauptakteure des Wuppertaler Widerstandes 1938 unter dem Fallbeil in Berlin-Plötzensee.

Die sogenannten „Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse“ erlangten eine große internationale Beachtung. Europaweit setzten sich über die Parteiengrenzen hinweg Unterstützer für die 1.900 verhafteten Wuppertaler Arbeiter ein.
Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und auch der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei im Exil (SOPADE) unterstützten die verhafteten Wuppertaler Arbeiter.

Wuppertal-Komitee

Herausragend war die Unterstützung der Wuppertaler WiderstandskämpferInnen durch die weltweite Menschenrechtskampagne des Wuppertal-Komitees. Ein von niederländischen Intellektuellen und der KPD-Abschnittsleitung in Amsterdam gegründetes „Centraal Comité Wuppertal Proces“ (Wuppertal-Komitee) begann Weihnachten 1935 Geld für die Familien der Verhafteten zu sammeln. Auf dem Höhepunkt der Kampagne
entsandten französische Gewerkschaften und holländische Studentenorganisationen Delegationen zu den Prozessen nach Wuppertal.Die Liste der ungefähr 60 namentlich bekannten Unterstützer und Aktivisten liest sich wie ein „Who is Who“ der niederländischen Arbeiter-, Frauen- und Friedensbewegung. Herauszuheben sind die
international bekannte Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin C.R. Ramondt-Hirschmann, der Philosoph Hendrik Josephus Pos, der Historiker Jan Romein, der Philosoph Leo Polak, die Lehrerin Aleida Lie Heijnen, der Rechtsanwalt Isaak Kisch und die Grande Dame der niederländischen Arbeiterbewegung Henriette Roland Holst-van der Schalk.Viele der Prominenten hatten sich bereits vorher für deutsche Flüchtlinge eingesetzt und waren seit Juni 1936 im „Komitee für Wachsamkeit“ organisiert.

Als die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande überfiel, waren die Aktivitäten des Wuppertal-Komitees bei den Nationalsoziallisten nicht vergessen. Im Gegenteil: vor allem die jüdischen Niederländer, die für das Wuppertal-Komitee gearbeitet hatten, waren in größter Gefahr. Insgesamt sechs jüdische Komitee-Mitglieder fanden gewaltsam den Tod.Vier jüdische Angehörige des W.K. wurden in Konzentrationslagern ermordet. Andere wurden verhaftet und in Verhören von der Gestapo gequält.

Kurzbiographien

Leonard Polak

Leonard Polak, Jahrgang 1880, war Professor für Philosophie und Strafrecht an der Universität in Groningen. Als Humanist und Atheist engagierte er sich im Wuppertal-Komitee und vor allem als Wortführer der
Freidenkervereinigung „De Dageraad“. Er war u.a. Redaktionsmitglied der „Tijdschrift voor Wijsbegeerte“ und der
„Algemeen Nederlandsch Tijdschrift voor Wijsbegeerte" (ANTW).
Leonard Polak versuchte nach dem 10. Mai 1940 vergeblich mit seiner Familie nach England zu flüchten. Im November 1940 wurde er als Jude von den Besatzern in den Ruhestand versetzt. Von seinem Vorgesetzten, dem Rektor der Universität Groningen, wurde Leonard Polak bei den Behörden denunziert, weil er in einem Brief die Besatzungsmacht als Feind bezeichnet hatte. Der Wissenschaftler wurde am 15. Februar 1941 in Leeuwarden vom SD verhaftet und am 7. Mai 1941 nach Sachsenhausen überstellt. In Sachsenhausen soll er für die Mithäftlinge Vorlesungen gehalten haben. Am 9. Dezember 1941 starb Polak an den Schlägen, die ihm ein KZ-Wärter beigebracht hatte. Er wurde auf dem Gräberfeld der Sachsenhausen-Häftlinge auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof beigesetzt. Vier Verwandte von Leonard Polak wurden in Vernichtungslager deportiert und dort ermordet. Seine Ehefrau Henriette war zunächst von der Deportation zurückgestellt worden, wurde aber bei der „großen Razzia“ vom 20. Juni 1943 festgenommen und im „Durchgangslager Westerbork“ interniert. Sie kam durch eine Intervention noch einmal frei und konnte bis zur Befreiung untertauchen. Mit ihr überlebten auch ihre älteste und ihre jüngste Tochter.

Anna Aleida Alma-Heijnen (Lie Heijnen)

Anna Aleida Heijnen wurde am 8. Januar 1909 in Emmen geboren. Sie war von 1933 bis 1938 mit dem Wehrdienstverweigerer und Anarchisten Siert Tillema verheiratet. Sie engagierte sich im Friedenskomitee und im „Wereld Vrouwen Comité“ und war als Lehrerin tätig. Im März 1935 trennte sie sich von ihrem Mann und zog nach Amsterdam. Da sie noch nicht geschieden war, konnte sie nicht mehr als Lehrerin arbeiten und war
deswegen auf Gelegenheitsarbeiten angewiesen. Ende 1935 war sie als Sekretärin im Büro von Selma Meijer tätig, später arbeitete sie bei einem Zahnarzt. 1936 war die Aktivistin als Propagandistin für das W.K. tätig und nahm in dieser Funktion an einer Delegationsreise nach Wuppertal teil. Anschließend trat sie als Versammlungsrednerin in den Niederlanden auf. Neben dem Engagement für das W.K. war sie vor allem im „Internationalen Frauenbund für Frieden und Freiheit“ (IVVV) engagiert. Zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit wurde die Solidaritätsarbeit mit Spanien.
1936 war sie Vorsitzende der „Commissie Hulp aan Spanje“ und nahm 1935, 1937 und 1939 an Delegationen nach Spanien teil. Von 1937 bis Anfang 1940 war sie die Vorsitzende des „Wereld-Vrouwen Comités" (WVC) gegen Krieg und Faschismus in Amsterdam und Redakteurin des Monats-Organs „Vrouwen“. Im WVC hatten kommunistische Frauen großen Einfluss, wie sich Lie Heijnen später erinnerte. Sie selbst sei aber nie Mitglied der CPN geworden. Als Delegierte des WVC wurde sie 1935 nach Saarbrücken entsandt, um die Saarabstimmung zu beobachten. Unter ihrer Leitung führte das WVC 1938 Protestaktionen gegen die Hinrichtung von Liselotte Hermanns durch, die als erste Widerstandskämpferin zum Tode verurteilt wurde. 1940 heiratete sie den Kunstmaler Peter Alma. 1941 wurde ihre Tochter geboren.

Markiewicz, Erna geborene

Markiewicz, Erna

geborene Salomon
geboren am 06. Februar 1902 in Barmen - Elberfeld (Wuppertal) / - / Rheinprovinz
wohnhaft in Bielefeld

Deportationsziel:
ab Münster - Osnabrück - Bielefeld
13. Dezember 1941, Riga, Ghetto

Todesdatum/-ort:
Riga, Ghetto

Markiewicz Erna geb. Salomon
* 06. Februar 1902 in Elberfeld Bielefeld
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold, Kreisfreie Stadt Bielefeld
.
Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa bei Riga am 15.12.1941 gegen 23 U

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