Johannes Flintrop

Wuppertal-Barmen, Germany
gestorben: 
18. August 1942 KZ Dachau
Beruf: 
Kaplan

DB Dachau

 

 

FLINTROP, JOHANNES 23.5.1904

Wohnort: Mettmann

Beruf: Kaplan Konfession: katholisch

Haftart: Geistlicher

Haftart: Schutzhäftling

Datum Gef.-Nr.: Zu-/Abgang Zu-/Abgangsstelle Aussenlager

1.5.1942 29864 Zugang

18.8.1942 gestorben Dachau

 

„Stolperstein verlegt!“ WZ Online

 

Wuppertal-Barmen: Neuer Gedenkstein zur Erinnerung an Kaplan Johannes Flintrop „Ein standhafter Bekenner des Glaubens“ sei er gewesen – die Rede ist von Kaplan Johannes Flintrop, der vor 65 Jahren im KZ Dachau zu Tode kam. Sein Leitgedanke „Verwurzelt in Gott und mitten im Leben“ wird oft zitiert. Von wem er stammt, ist möglicher Weise im Laufe der Jahre in Vergessenheit geraten. Das soll sich ändern. Vor dem Geburtshaus von Johannes Flintrop an der Meisenstraße 22 in Wuppertal- Barmen wurde ihm zum Gedenken ein neuer „Stolperstein“ verlegt. Mit dem Projekt gleichen Namens möchte der Kölner Künstler Gunter Demning seinen Teil zur Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung von Millionen Menschen während des Zweiten Weltkriegs beitragen. Stolpersteine, das sind zehn man zehn Zentimeter große Messingtafeln, die in den Boden vor dem Geburtshaus des Verstorbenen eingelassen werden, versehen mit Namen und Todesdatum. „Ein Schüler hat einmal gesagt: Man stolpert hier mit dem Kopf und mit dem Herzen“, erklärt Demning die Bezeichnung der Steine. Oft reisten anlässlich einer solchen Verlegung Verwandte aus der ganzen Welt an. Die Angehörigen von Johannes Flintrop müssen das nicht. Sie wohnen immer noch an der Meisenstraße 22 - mit zwei Generationen unter einem Dach. Lebensstationen Johannes Flintrop wird am 23. Mai 1904 in Wuppertal-Barmen geboren. Mit 17 Jahren beginnt er das Studium der Theologie und Philosophie in Bonn und Münster. 1927 wird er im Kölner Dom zum Priester geweiht. Zunächst ist Johannes Flintrop Kaplan in der Pfarre Herz Jesu in Köln-Mülheim, von 1932 bis 1942 an der Lambertuskirche in Mettmann. Er ist zudem engagiertes Mitglied des Kolpingwerkes und dessen Bezirkspräses, außerdem Jugendseelsorger und Wehrmachtsstandortpfarrer. Den Nationalsozialisten ist der gradlinige Priester ein Dorn im Auge. Seine kritischen Äußerungen gegen das Nazi-Regime führen zur Denunzierung. Zunächst im Düsseldorfer Gestapo-Gefängnis „Ulmer Höh“ inhaftiert, wird Flintrop am 13. April 1942 in das Konzentrationslager Dachau verbracht. „Ich fürchte, mein Leben geht zu Ende“, schreibt Flintrop aus dem KZ an seinen Vater in Barmen. Kurze Zeit später, am 18. August 1942, ist er tot. Verstorben im Alter von 38 Jahren. Als Todesursache wird Phlegmone, eine eitrige Entzündung der Haut, angegeben - wahrscheinlich die Folge „medizinischer“ Versuche. Beerdigt wird Johannes Flintrop in seinem Geburtsort Wuppertal-Barmen. Vor knapp zehn Jahren spricht der Papst Johannes Flintrop selig. Text: Stephanie Bulang – Matern, Fotos: Richard Grüneberg

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