Hermann Prybill

Remscheid,
gestorben: 
21. Oktober 2021 unbekannt
Opfergruppe: 

von Rainer Hoffschildt

*Hermann Prybill* wurde am 27. März 1910 in Remscheid geboren. Er soll holländischer Nationalität gewesen sein und blieb ledig. Von Karlsruhe kommend war er vom 12. Januar 1942 bis zum 7. Dezember 1942 im Gefängnis in Wuppertal und wurde dann der Polizei übergeben, die ihn wieder nach Karlsruhe transportiert haben soll. In seiner Zeit in Wuppertal, am 30. März 1942, wurde er wegen "Sittlichkeitsverbrechens" zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Zum 17. Dezember 1944 findet sich der Hinweis, dass er im KZ Sachsenhausen war, die Nummer 55.427 hatte und seiner Freiheit im Block 13 beraubt wurde. Für den 17. Januar 1945 ist angegeben, dass er zum "Schuhläufer-Kommando" im KZ Sachsenhausen gehörte. Nun findet sich auch der einzige vage Hinweis auf seine Homosexualität: Er stand lediglich unter dem "Verdacht homosexueller Betätigung". Sein Tod ist 2009 im Standesamt Remscheid nicht vermerkt, so dass vermutet werden kann, dass er in Wirren der Auflösung des KZ Sachsenhausens, vielleicht auf einem Todesmarsch, umgekommen ist, als die Todesfälle nicht mehr den Standesämtern gemeldet werden konnten. Sicher ist dies aber nicht. Sein Schicksal lässt sich leider nur sehr vage darstellen. Weiter Angaben zu ihm schaffen nicht mehr Sicherheit: Sein Name taucht in einem Aktenverzeichnis von Häftlingen des Arbeitshauses oder Durchgangslagers Kislau auf. Kislau war aber zugleich auch von 1933 bis 1939 das badische KZ. Verwirrend auch ein Hinweis, dass er bereits am 13. Januar 1942 im KZ Sachsenhausen gewesen sein soll. Dies widerspräche den obigen Angaben -- wäre es der 13. Januar 1943, könnte es zu den obigen Daten passen.

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