Jeanette Apolant

geb. Kahn
Eschwege, Deutschland
gestorben: 
22. November 1942 Theresienstadt
Opfergruppe: 

Kommentare

http://www.badnenndorf.de/Stolpersteine-Verlegung.467.0.html

Bad Nenndorf

Hauptstraße 27 (Adolf-Hitler-Straße 27)

Hier stand das Wohn- und Geschäftshaus von Apolants. Ein Kaufmannsladen, der 1937 schon über 50 Jahre bestand. Simon Apolant (geb. 7. Mai 1834) hatte es mit seiner Frau gegründet. Er war ein verdienter Bürger der Gemeinde Bad Nenndorf, dem auch öffentliche Aufgaben (in der Freiwilligen Feuerwehr; Schiedsmann) übertragen waren. Er nahm diese Aufgaben in Bad Nenndorf tatkräftig wahr.

In diesem Krämerladen (ein stattlicher Steinfachwerkbau unterhalb unserer evangelischen Kirche) bekam man alles schreibt Karljo Kreter: Vom Brot bis zur Fischkonserve, vom Trachtenstoff bis zur Nähnadel.....

Jeanette Apolant (geb. Kahn) und ihre Schwester Franziska Kahn betrieben 1937 hier diesen Kaufmannsladen, den – so berichtete mir Herr Gümmer – die Gottesdienstbesucher sonntags nach dem Gottesdienst gerne aufsuchten. Am Sabbat war hier geschlossen.

Die Schwestern verzogen im hochbetagten Alter aus ihrem Bad Nenndorf nach Eschwege, Wuppertal-Elberfeld und wurden 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert.

Neuen Kommentar hinzufügen